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Kind in Diagnostik (KiD)

Die Unterbringung und Betreuung im vollstationären diagnostisch-therapeutischen Krisenangebot für gewaltgeschädigte Kinder erfolgt auf der Grundlage von § 27 ff SGB VIII (i.V.m. §§ 34, 35, 35a, 42 SGB VIII). Ziel des KiD – Gesamtkonzeptes ist es, gewaltgeschädigten Kindern und ihren Familien ein differenziertes, auf ihre individuelle Lebens- und Leidensgeschichte ausgerichtetes diagnostisch/therapeutisches Hilfsangebot anzubieten.

Ein Kind, dessen Leben aufgrund verschiedener Gewalterfahrungen in eine existenzielle Krise geraten ist und bei den ambulanten Angeboten nicht ausreichend sind, benötigt fachspezifische Hilfe an einem vorübergehend extra-familialen Lebensort. Diesen Ort bietet das KiD mit seiner stationären diagnostisch/therapeutischen Krisengruppe. Im Zeitrahmen von ca. sechs Monaten wird eine umfassende, spezialisierte Diagnostik des Kindes, unter Berücksichtigung seines Entwicklungszustandes, seiner Symptome und Verhaltensauffälligkeiten und seiner bestehenden Problematik im Rahmen der Familie sowie seiner Ressourcen erstellt.

Zielgruppe:

  • Kinder von 4-12 Jahren
  • Kinder, bei denen ein diagnostischer Bedarf zur Abklärung möglicher Gewalterfahrungen besteht
  • Kinder, bei denen unmittelbarer Schutz und fachliche Hilfe erforderlich sind
  • Kinder, bei denen ambulante Hilfen nicht greifen konnten oder sich als nicht ausreichend erweisen
  • Kinder, deren bisheriges, von Vernachlässigung und/oder Deprivation und/oder seelischer, körperlicher und sexueller Gewalt bestimmtes Leben einer veränderten Perspektive bedarf

Ziele:

  • gewaltgeschädigten Kindern und ihren Familien in einem Zeitraum von 6 Monaten ein differenziertes, auf ihre individuelle Lebens- und Leidensgeschichte ausgerichtetes diagnostisch/ therapeutisches Hilfsangebot anbieten
  • Stabilisierung von Kindern, die sich in der Regel in einem hochkritischen Lebenskontext befinden
  • umfassende Perspektivplanung für Anschlusshilfen Umfang der Leistung
  • 7 Plätze nach §27 SGB VIII in Verb. Mit §§ 34, 35, 35a, 42 SGB VIII
  •  Intensivpädagogische Betreuung mit hoher Betreuungsdichte
  • Hochfrequente diagnostische/therapeutische Begleitung


Pädagogische Arbeit:

  • Haltgebende Umgebung zur Stabilisierung der Lebenssituation
  • Alltagsstrukturierung
  • Elternarbeit zur Verbesserung der Eltern-Kind-Beziehung
  • Partizipation

Therapeutische Arbeit:

  • Anamnese
  • Psychodiagnostik und traumaspezifische Diagnostik
  • Krisenbezogene Kinderpsychotherapie
  • Familientherapie und -beratung
  • Enge Kooperationen und Vernetzung mit anderen sozialen und medizinischen Einrichtungen
  • Ausführliche Dokumentation über die Arbeit mit dem Kind und seiner Familie

 

Ansprechpartner:

Christoph Garrote
Pädagogische Leitung
KiD- Kind in Diagnostik

KJHV/ KJSH-Stiftung
Wiesenstraße 55/ Haus 5
13357 Berlin

Tel: +49 (0) 30 613 907 25
Fax: +49 (0) 30 498 557 93
Mobil: + 49 (0) 1522 405 157 3

E-Mail: c.garrote@kjhv.de